Ausstellungseröffnung am 04.02.2012
04.02.2012
Skulpturen in der Lobby von Malgorzata Chodakowska - Geheimnisvolle Schönheiten (Bronzeplastik nach Holzskulpturen) Eintritt kostenfrei!
Die Eröffnung findet am 04.02.2012 um 18:00 Uhr in der Lobby des Grand Hotel & SPA Kurhaus Ahrenshoop statt und Sie können sich bis zum 11.08.2012 von den Skulpturen inspirieren lassen.
(Musikalische Begleitung: Beate Gatscha & Gert Anklam -Liquid Soul - Musik aus Luft und Wasser)
Malgorzata Chodakowska schafft aus dem Holz entwurzelter Bäume überlebensgroße Skulpturen von geheimnisvollen Schönheiten. Sie erscheinen makellos ebenmäßig, keusch und erotisch, dass man vermutet, es könnte kaum eine Auseinandersetzungen stattgefunden haben.
Erst auf den zweiten Blick wird klar: diese Schönheiten haben nur scheinbar einen perfekten Körper. Sie sind überschlank, aber nicht modeldünn oder gar eckig. Manchmal sind die Füße, manchmal die Hände viel zu groß, um wirklich zu sein. Die Augen der Figuren sind leicht geschlossen oder sie schauen mit weit geöffneten Augen durch den Betrachter hindurch, Lichtjahre von ihm entfernt. Sie verbergen ihr Innenleben. Und man erahnt, dass jede Figur ein Geheimnis in sich trägt...
Ohne sich von modischen Kunstereignissen aus der Bahn werfen zu lassen, schöpft die Bildhauerin aus dem zeitlosen Reich klassischer ästhetischer Erfahrungen aus der griechischen und der römischen Antike, altägyptischer Kunst und schlägt eine Brücke in unsere Zeit.
Die Figuren sind so real, wie sie irreal sind. Das ruft Irritationen hervor, ein sprachloses Staunen, das in Bewunderung gipfelt. Der Nähe von Handgreiflichkeiten folgt dann schließlich die Distanz des Nachdenkens, eines konzentrierten Schauens. Man bemerkt, wie Licht und Schatten die Gesichter und Körper nachmodellieren und man gewinnt letztlich den Eindruck, dass diese zarten, zerbrechlichen wie stolzen jugendlichen Körper nur für einen Augenblick der Konzentration und Meditation spannungsvoll unbewegt innehalten – es ist der Moment zwischen ihrem letzten Gedanken und der nächsten Handlung. Was würde man dafür geben, diese Gedanken zu erfahren. Zuweilen ist die Schönheit der Körper unerträglich. Die sinnliche Größe ist Herausforderung wie Provokation zugleich.
Ihre Skulpturen selber zeichnet jedoch keine äußere Ekstase aus, nur ein Hauch von Bewegung lässt sich ausmachen, letztlich ein inneres Gespanntsein, das Bewegung im nächsten Moment auslösen könnte.
In einem Gespräch sagte sie, dass ihre große Liebe dem modernen Ausdruckstanz gilt und sie der Tempel der Seele sei, die im Körper wohnt und diesen charaktervoll ausprägt. Malgorzata Chodakowska ist kein Mensch von großen Worten. Sie verweist mit Charme auf ihre plastischen Werke: „Ich bin genußsüchtig, deshalb schnitze ich schöne Menschen.“
Ganz subtil verwendet sie die Farben in einer Palette von zumeist Pastelltönen, die lasurartig aufgetragen sind und die Struktur durchscheinen lassen. Zum Teil sind Ihre Skulpturen in extravagante modische Kreationen gehüllt, wobei sie auch gern mit verschiedenen Materialstrukturen experimentiert. In ihrem Werk finden sich hauchdünne, chitonartige Gewänder, die sich hocherotisch und eng an den Körper anschmiegen, neben grafisch-strukturierten Strickgewändern. Tänzerinnen sind in schlichte Trikots gekleidet, Trikots, die wie eine zweite Haut den Körper umspannen und ihn dabei nicht wirklich verhüllen.
Malgorzata Chodakowska wurde 1965 in Lodz geboren. Sie studierte Bildhauerei an den Kunstakademien in Warschau und Wien. Seit 1991 lebt sie in Dresden gemeinsam mit ihrem Mann, dem bekannten sächsischen Ökowinzer Klaus Zimmerling, dessen langhalsige, schmale Weinflaschen in jedem Jahr Etiketten mit der Abbildung einer Holzskulptur von Malgorzata Chodakowska zieren. Sie ist eine Magierin, die die Betrachter ihrer Kunstwerke verzaubert. Kunst macht glücklich! Angesichts der Arbeiten kann man es erfahren.
In der Ausstellung der Galerie Kunst im Kurhaus werden ausschließlich Bronzen der Künstlerin gezeigt.
Vita:
*1965 in ?ód? (Polen)
1980 Kunstgymnasium in ?ód?
1985 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Warschau bei Prof. Jan Kucz
1988 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien
1991 Diplomarbeit bei Prof. Bruno Gironkoli, Meisterschulpreis
seit 1991 freischaffend als Bildhauerin in Dresden
Arbeiten im öffentlichen Raum
• 1996 Erster Preis und Realisierung der Bronzeplastik „König und Königin“ in Waldheim, AOK-
Bildungszentrum
• 1999 Erster Preis und Realisierung der Plastik „Sunny-Boy“ in Radeberg, Humboldt-Gymnasium
• 2005 Preisskulptur „Die Träumende“ für den Unternehmer des Jahres (Sächsische Zeitung)
• 2010 Erster Preis und Realisierung der Plastik „Trauerndes Mädchen“ auf dem Heidefriedhof Dresden für die Opfer des 13.Februar 1945
Ausstellungen:
Japan (Tokio)
Österreich (Wien, Graz)
Polen (Wroclaw, ?ód?)
Russland (St. Petersburg)
Dänemark (Veksølund)
Dresden, Berlin, Radebeul, Zittau, Kisslegg, Stuttgart, Bad Schandau, Pirna, Ulm, Leipzig, Chemnitz, Winningen, Großsedlitz, Glauchau
Was dürfen wir für Sie tun?
Wir stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung.
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